projekte 2019

Anfang des Jahres besuchte ich den Garten der Auftraggeberin das erste Mal, zur dortigen Zeit noch ohne Laub an den Bäumen. Die Infrastruktur an sich schien schon gegeben zu sein, in Form eines Gewächshauses, einer Art Streuobstwiese und Gemüsebeeten sowie Hochbeeten. Um so schwieriger gestaltete sich nun für mich die weitere Planung, denn es ist meist so, dass die Planung kleinerer Flächen wesentliche komplizierter wird, als bei großen. Doch mit dem Resultat im Oktober bin sowohl ich als auch die Kundin glücklich. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen.

Endlich konnte ich im Verlauf des Jahres unseren eigenen Lagerkeller fertigstellen. Da unser Haus keinen Keller hat, war diese Option für uns von Anfang an Bestand der Gartenplanung. Auch das Baumaterial verursachte in unsrem Fall wenig Kosten, da wir Feldsteine bereits hatten für den Friesenwall an der vorderen Grundstücksgrenze und Robinie, welche ich regelmäßig nachkaufe für Projektaufträge und somit gleich mitbestellen konnte. Von Mai bis August arbeitete ich in jeder freien Minute am Keller mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Der Keller kann wie auch viele andere Elemente bei uns im Schaugarten besichtigt werden.

Viele Jahre waren seit dem ersten Anlegen des Gartens vergangen, sodaß sich im Sommer meine Kunden nun um Veränderungen bemühen wollten. Das bedeutete wie fast immer erst einmal eine detailierte Planung nach der Wunschliste. Unter anderem entstand dabei die Idee auch einen Erdkeller anzulegen. Dieser kann aber aufgrund der Wassernähe nur aufgebaut werden, d.h. nicht direkt in die Erde eingelassen. Aber auch ein Waldgarten, Hochbeet, damit die Pflanzen nicht ertrinken und von Schnecken vertilgt werden, Kräuterareale sowie ein neuer Hofbaum konnten in die Planung integriert werden. Im nächsten Jahr soll es dann mit der Realiseirung los gehen können.

Bereits vor 2 Jahren habe ich für das  Grundstück eine Planung erstellt und auch erste Elemente daraus realisiert. Damals war jedoch nicht ersichtlich, das vor ca. 100 Jahren eine Schrottwaage auf dem Grundstück gebaut wurde. Das entsprechende mit Klinkern gemauerte Loch ist bei Erdarbeiten "aufgetaucht". Eigentlich sollte das Anlehngewächshaus aus der Planung an der Klinkerwand hinter dem Gewächshaus positioniert werden, aber so ein fertiges Loch bot sich perfekt an, um ein Erdgewächshaus aus alten Fenstern herzustellen, was der Kunde und ich dann auch gemeinsam in 2 Wochen auf die Beine stellen konnten.

Für eine Ackerfläche am Rande des Dorfes wurde ich von einer Aktivitätsgemeinschaft beauftragt, eine entsprechende Planung zu erstellen. Dabei ging es in erster Linie um zwei Visionsmöglichkeiten, in welche sich das Projekt in Zukunft entwickeln könnte. Eine Auslegung wäre überweigend der Privatnutzung angepaßt, wobei auch eine Art Mehrfachbewirtschaftung durch Freunde integriert werden könnte. Die zweite Vision könnte aus der ersten weiterentwickelt werden und würde die Betreuung des Geländes durch einen Gärtner in Betracht ziehen. Die Ausrichtung geht hier direkt zur Gemüseproduktion über mit Anbauphasen in / durch den Winter sowie dem regionalen und saisonalen Verkauf im eigenen Hofladen. Aber auch die Idee einer Verkaufsstelle im Prenzlauer Berg ist im Prozess der Planung  mit enstanden.

Entwurf#1
Entwurf#2
Zonierung

Im September erhielt ich internationalen Besuch aus Dänemark im Schaugarten. Die Klasse mit Ihren Lehrern haben als Projektauftrag erhalten, einen eigenen Permakultur-Garten auf dem Schulgelände zu erbauen. Dazu sind sie durch Europa getourt, um entsprechende Inspirationen durch bereits realisierte Beispiele zu erhalten, ähnlich wie auch ich es im Jahr 2008 zu Beginn meiner Auseinadersetzung mit der Thematik Permakultur tat (Forward4Future - siehe Projekte 2008). Insgesamt dauerte die englischsprachige Führung durch den Schaugarten in Oranienburg gute drei Stunden. Viele Fragen wurden gestellt, Fotos gemacht und Kontakte ausgetauscht, welche wohl dauerhafter bestehen bleiben.

Thematisch ist ein Hochbeet sicher nicht mehr etwas, was einen Gartenerfahrenen Nutzer vom Hocker hauen würde, doch dieses Beet finde ich persönlich wirklich sehr gelungen. Es vereint mehrere Funktionen, wie es als "ordentliches Permakultur-Element" sein sollte. Zum einen erweitert es die Anbaufläche, erleichtert darüber hinaus die Arbeit durch eine ergonomische Höhe, hat einen Frühbeetkasten sowie dauerhaft haltbares Material und letztendlich sogar eine Sitzbank zur Erholung nach oder während der Arbeit. All diese Wünsche kamen direkt von meinem Kunden und so konnte ich in einer lauen Sommerwoche dieses Resultat aus Rohware von Robinienstämmen herstellen.