projekte 2018

Anfang des Jahres besuchte ich den Garten der Auftraggeberin das erste Mal, zur dortigen Zeit noch ohne Laub an den Bäumen. Die Infrastruktur an sich schien schon gegeben zu sein, in Form eines Gewächshauses, einer Art Streuobstwiese und Gemüsebeeten sowie Hochbeeten. Um so schwieriger gestaltete sich nun für mich die weitere Planung, denn es ist meist so, dass die Planung kleinerer Flächen wesentliche komplizierter wird, als bei großen. Doch mit dem Resultat im Oktober bin sowohl ich als auch die Kundin glücklich. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen.

Junge Familien gehören über die Jahre immer öfter zu meinen Kunden. Sie möchten nicht mehr nur mit Bedacht einkaufen, sondern auch ihre Fähigkeiten zurück erlangen, die eigenen Nahrungsmittel herzustellen. So auch in diesem Fall in einer Kleingartenanlage am Rande Berlins. Manche Objekte aus der Planung galt es zur Realisierung vorab mit dem Vorstand zu besprechen, damit keine Missverständnisse entstehen. Auf dieser relativ kleinen Fläche von ca.300m² gibt es überwiegend Produktionsflächen, welche im besten Fall mehrfach in der Saison nutzbar sind. Auch der Eingangsbereich wurde neu definiert und mit einer Pergola versehen, für welche eine Bepflanzung mit Spalierobst vorgesehen ist.

Eine Art Familienprojekt galt es für mich zu Beginn des Jahres planerisch umzusetzen. Die Auftraggeberin lebt gemeinsam mit ihrer Mutter Tür an Tür auf dem gleichen Grundstück. Somit war es wichtig, beide Bedürfnisse einfließen zu lassen. Hinzu kommt leicht erschwerend, dass der Tegeler See ans Grundstück grenzt und somit mit Grundwasser zu rechnen ist, sowie eine große Menge an Altbauten im Boden aus Beton etc. Im Resultat habe ich versucht, einen Rundweg durch den Gemeinsamen Garten zu erstellen, welcher an sämtlichen Elementen vorbei geführt wird und diese gemeinsam nutzen lässt.

Immer wenn es freie Minuten oder Stunden gibt, nutze ich diese in unserem Garten. Es fehlen nach wie vor noch einige Elemente, doch der Gemüseanbau und die Versuchsflächen lieferten bereits hervorragende Ernteerfolge. Die neu gesammelten Erfahrungen gelangen zudem auch immer öfter in die Planungen meiner Kunden. Erste Gartenführungen und Kundenbesuche gab es ebenfalls in diesem Jahr und ab 2019 wird der Garten offiziell eröffnet werden. Auch auf der Internetseite wird ein eigenes Menüfeld angelegt, damit Kunden direkt den Garten wahrnehmen beim Besuch der Seite. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall schon jetzt.

Kleingartenanlagen scheinen auch mit der Zeit zugehen, denn auch diese Kundengruppe scheint immer häufiger zu werden. Gerade in diesem Umfeld können vor allem Gartenneulinge super von ihren Nachbarn dazu lernen und sich mit Tips und Tricks austauschen, also ein ideales Lernumfeld. Auch das Ehepaar, welches mich darum bat, die Parzelle neu und strukturiert umzugestalten, hatte eher wenig Erfhrungen zuvor gesammelt. Wichtig war es deshalb für mich, eine gute ineinander griefende Struktur im Garten zu etablieren, an welcher sie sich "entlaghangeln" können. Denn "Ordnung ist das halbe Leben", oder wie hier der halbe Garten. Somit kann grundlegend erlent werden und mit der Zeit werden sicher einige Abläufe routinert funktioneren. Neuland gibt es allerdings immer wieder, da sage ich aus Erfahrung. 

Nachdem die Planung im Frühjahr super angekommen ist und die Absprachen mit dem Vorstand durchaus positiv verliefen, sollte im August der Realiseirung nichts mehr im Wege stehen. Zu erwähnen sei hier, dass bei Regen oder im Winter der Garteneingang völlig unter Wasser steht, weshalb eine Variante der Beeterhöung durch Nautrstein gewählt wurde, zudem wurde das Geländeniveau erhöht mit Tragschicht und Boden, welcher eine Kleeansaat erhielt. Der Eingang bekam einen Pergola mit Spalierobst, es wurde ein gestuftes Hochbeet installiert sowie ein Folientunnel errichtet. Offen blieb zunächst nur ein Anlehngewächshaus an der Hauswand, welches ggf. in einem weiteren Bauabschnitt hinzukommt.

Dieses Projekt ist mir schnell sehr ans Herz gewachsen. Ein langjähriger Kunde hat den Pappelhof bereits 2017 übernommen und mich zur Kaufentscheidung herangezogen. Im ersten Schritt musste eine neue Strukturgebung auf dem Hof erfolgen. Vom Vorgarten, dem ehemaligen Auslaufplatz der Pferde, bis hin zur Obstbaumpflege gibt es viel zu verändern. Das Ziel soll die Selbstversorgung werden. Rasenflächen wurden in Anbaubereiche umgewandelt, dazwischen windbrechende und schattenspendene Wildobstgehölze gepflanzt, um auf dem Gelände möglichst geschützte Parzellen herzustellen. Viele weitere Projekte wird es hier in Zukunft sicher geben.