projekte 2017

Anfang des Jahres besuchte ich den Garten der Auftraggeberin das erste Mal, zur dortigen Zeit noch ohne Laub an den Bäumen. Die Infrastruktur an sich schien schon gegeben zu sein, in Form eines Gewächshauses, einer Art Streuobstwiese und Gemüsebeeten sowie Hochbeeten. Um so schwieriger gestaltete sich nun für mich die weitere Planung, denn es ist meist so, dass die Planung kleinerer Flächen wesentliche komplizierter wird, als bei großen. Doch mit dem Resultat im Oktober bin sowohl ich als auch die Kundin glücklich. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr erfolgen.

Schon bald nach der im Februar absolvierten Messeausstellung meldete sich ein Ehepaar aus Trebbin, welches gerade gebaut hatte, das Grundstück war dementsprechend leer & für einen Neubeginn bereit.

Nach der Besichtigung entwickelte ich eine geteilte Planung, sowohl für einen Hausgarten wie auch für einen Permakultur- und Selbstversorgungsbereich mit Tierhaltung und mobilen Gewächshäuser mit dem Ziel, ggf. auch weit in den Winter hinein die Anbauepriode zu erweitern. Auch ein Erdgewächshaus mit integriertem Hühnerstall dient diesem Ziel der Nutzung. Der Hausgarten dient derweil als Zubringer von Heu, ein paar Beerensträuchern und auch zur Erholung. 

Nun war die Zeit gekommen, um mir selber einmal den persönlichen Entwicklungsstand vor Augen zu führen. Somit entschloss ich mich für die Teilnahme an einer Messe mit meiner Interpretation eines Schaugartens nach permakulturellen Gestaltungskriterien. Die Resonanz der Besucher war stets sehr positiv und auch ich freute mich trotz des dazugehörigen Messestresses täglich wieder auf meinen Stand zu kommen. Neben dem Interesse vor Ort durch Medien und Besucher konnten auch neue Aufträge akquiriert werden. Ich freue mich sehr über diese Erfahrung sowie die daraus resultierenden Bekanntschaften.

Nachdem mein ehemaliger Garten in Velten im vergangenen Jahr von mir umgesiedelt wurde, begann nun endlich der Wiederaufbau auf dem neuen Grundstück in Oranienburg. Ab nun wird hier geforscht und experimentiert über die erfolgreichsten Anbaumethoden für Gemüse, Bearbeitung von Matrialien, Konservierungsmöglichkeiten und alles andere, was wesentlich mit Permakultur zu tun hat. Beginnen konnte ich auch mit einem neuen Erdgewächshaus und mit einer kleinen Baumschulabteilung. Der neue Schaugarten wird nun in aller Ruhe hier neu entstehen und kann schon jetzt besichtigt werden. 

Für ein altes Backsteinhaus in der Region Prignitz, welches von einer jungen Familie als Wohn- und auch Arbeitsstätte genutzt wird, entwickelte ich diese Planung. Zugegeben war es nicht wirklich einfach, da bauliche und strukturelle Vorgaben den gestalterischen Rahmen einschränkten, das gewünschte und zeitlich machbare Inventar in die Planung einfließen zu lassen. Im Resultat entstanden dann Hochbeete aus Stein, ein Anlehngewächshaus, eine Streuobstwiese, Sitzfläche und Schattengarten am Hügel mit einem herrlichen Blick über das kleine Dorf. Insgesamt ist in der Planung stets auf Pflegeleichtigkeit und den Nutzen wert gelegt worden. Die Realisierung erfolgt voraussichtlich im nächsten Jahr.

Bereits vor diesem Neubau existierte an diesem Standort ein Holzschuppen. Nach über 20 Jahren sollte dieser nun endgültig ersetzt werden. Nach gemeinsamen Absprachen mit meinen Kunden konnte ich vorab einen Schuppen detailiert planen, welcher natürlich mehrere Funktionen erfüllen musste (Sonst wäre es kein Permakulturprojekt geworden:)_). Wir entschlossen uns für eine Dachbegrünung und eine Sitzecken, welche von einer Robinienpergola gesäumt wird. Sämtliche Bauhölzer stammen wie immer aus der Uckermark und sind wie gewohnt vollkommen unbehandelt geblieben, die Bauzeit belief sich auf 4 Tage. In diesem Jahr definitiv eines meiner Lieblingsprojekte.

In den ersten warmen Tagen des Jahres genoss ich während der Präsentation für dieses Projekt die Sonnenstrahlen auf einer Terasse in dem noch ungestalteten Garten. Daran denke ich sofort , wenn ich über dieses Projekt rede. Die Situation an sich vor Ort war etwas kompliziert, da ein alter Pool und viele Betonflächen für eine Sinnvolle Planung nicht so einfach zu gebrauchen waren, Auch ein Versprung im Gartenniveau durch eine Klinkermauer war mit einzubedenken - siehe Video. Dennoch bin ich mit der Gesamtwirkung und -funktion des Konzepts am Ende sehr zufrieden, ebenfalls meine Kundschaft, welche mir zudem aus Dankbarkeit für die vielen guten Lösungen mehr zahlten, als vertraglich ursprünglich vereinbart - hier nochmals herzlichen Dank dafür an euch!