projekte 2013

 

 

 

Wie in jedem Jahr seit dem Einzug in meine Neuköllner Wohnung, arbeite ich an der Optimierung des Balkones zur Selbstversorgung.

Angefangen habe ich in diesem Jahr mit einem vertikalen Wandgarten inkl. Bewässerungssystem und mit freundlicher Unterstützung von der 

​Die ersten Vergleiche erstaunten mich selbst, denn der Bewuchs an der Wand ist wesentlich üppiger als auf der Brüstung, obwohl dort permanent die Sonne auf die Pflanzen scheint. Von Melde über Spinat und Radieschen, bishin zu Tomaten, Salat und Erdbeeren tummelt sich nun an der Wand eine vitale Pflanzengemeinschaft.

​Als nächstes Vorhaben plane ich den Einsatz von Terra Preta und den Bau einer Wurmfarm. Alle gesammelten Erfahrungsschätze lasse ich in die Kundenprojekte einfließen.

bewässerungsanlage für vertikalen balkongarten - berlin neukölln​

 

 

Im März führte ich zwei Workshops zu den Themen Hochbeetkulturen & Anzuchthäuser, sowie zum Anlegen von Waldgärten durch.

Die Teilnehmenden kamen direkt aus Hellersdorf, anderen Teilen Berlins und aus England. Jewiels 1,5 Stunden pro Workshop waren eine sehr kurze Zeit, um einen passenden und informellen Überblick über die Themen zu liefern. Das von mir augearbeitet Hand Out rundete den Verstehensprozess ab und die Teilnehmenden  können in Zukunft für die Projektrealisierungen damit arbeiten.

Das erfahrene Wissen soll den Teilnehmenden zugute kommen, denn sie werden Hochbeete und einen geplanten Waldgarten im Bürgergarten anlegen.

Das Feedback war ausgesprochen gut und es hat Spass gemacht, während der kalten Jahreszeit wieder ein wenig Bildungsarbeit zu gestalten.

​workshops für den bürgergarten "helle oase"

 

 

 

Nach der langen Winterpause ging es Mitte April endlich wieder richtig los.

Björn und ich hatten drei Tage Zeit, einen unter Denkmalschutz gestellten Garten mit Auflagen wieder herzurichten. Eine spannende und schöne Arbeit zugleich.  Angefangen beim Abriss des alten Zaunes, über den Neubau eines gleichwertigen Zaunes, bishin zur Bodenmodellierung und Rasenansaat waren die drei Tage schnell rum.

 

Das Resultat war für alle Anwesenden sehr zufriedenstellend und lieferte einen perfekten Einstieg in die Gartensaison. Auch Nachbarn aus dem Wohngebiet wurden auf die präzise und zügige Arbeitsweise aufmerksam und lobten uns junge Burschen.
 

denkmalgeschützter garten - berlin zehlendorf

 

 

 

Ich wohne unweit des alten Tempelhofer Flughafens.

Im Februar traf ich mich mit den Initiatoren des Projektes Tempelhofer Freiheit auf dem Flughafengelände.

Das Anliegen war zunächst eine Konzeption für das Anlegen eines Waldgartens auf der Fläche. Die Bäume dürfen dort jedoch nicht direkt in den Boden gepflanzt werden, somit gibt es nur die Chance auf die Wahl von großen Pflanzkübeln / Containern.

 

Nach den Absprachen konnte das auf den Bildern zu sehende Design überzeugen und geht nun in die Umsetzung mit Unterstützung von Berliner Forsten und Spenden von Gärtnereien für die Bäume.

 

tempelhofer freiheit - planung eines "container-waldgartens"

 

 

 

Im letzten Jahr waren wir bereits für einen Tag an der Kita und bauten zusammen mit den Kindern ein Hügelbeet, eine Feuerstelle und einen Flechtzaun. In diesem Jahr wurde durch Materialspenden ein Gewächshaus und ein Insektenhotel mit in den Garten intgriert.

Die Kinder waren sehr an den Pflanzen und Samen interressiert, welche in das Gewächshaus und auf das Hügelbeet gepflanzt wurden und hatten einen lehrreichen Tag kombiniert mit einer Menge Spass.

​​Lina war vor allem bei den kleinen Mädchen sehr beliebt und wurde in die Spiele der Kinder integriert. Mit dem Projekt bewarben sich die Kita und ich zusammen für den Umweltpreis des Bezirks Pankow, da Bewegungstherapie und naturnahe Bildung hier Hand in Hand gehen.

 

 

projekttag mit der kita elfenland

berlin - prenzlauer berg

 

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Terra preta bedeutet auf portugisisch "schwarze Erde" und ist in den letzten Jahren in vieler Munde. Doch bis heute weiß niemand genau, wie es die Idianervölker im Amazonasgebiet geschafft haben, diese wetvolle Erde herzustellen.

Nach dem heutigen Stand gibt es mehrere verschiedene Ansätze und Methoden. Während des Workshops lieferte ich einen Einblick in die Geschichte, die Herstellungsmöglichkeiten und Anwendungsgebiete.

​Für die praktische Erfahrung der Teilnehmenden, besorgte ich Biokohle und effektive Mikroorganismen.

Diese arbeiteten wir gemeinsam in bereits bepflanzte Hochbeete ein. Zusätzlich pflanzten wir Salat - einmal mit und einmal ohne Kohle. 

workshop über terra preta -

grüne liga berlin​

 

 

Im Juni konnten Björn und ich eine Trockenmauer aus Granit bauen.

 

Vorteile einer Trockenmauer sind, das durch sie ein Mikroklima entstehen kann, welches durch die Wärmespeicherfähigkeit der Steine hervorgerufen wird. Zudem ist das Material natürlichen Ursprungs und es entstehen kleine Lebensräume für Pflanzen und Insekten in den Fugenbereichen zwischen den steinen.

 

Die Mauer soll den Beetbereich vom Weg trennen, da zuvor der Bewuchs permanent den Laufbereich des Weges versperrte. Außerdem wurde durch Mängel in der Bauausführung erst ein Bewuchs des Weges durch sämtliche Wildkräuter und Gräser ermöglicht. Wir mussten also den alten Weg aufnehmen und neu verlegen mit den recycleten Steinen.

 

Eine sehr schöne Arbeit mit einem sehr schönem Resultat.

trockenmauer und wegrekonstruktion

 

 

Unter einer Fichte sollte der Beetbereich neu zum Rasen hin begrenzt werden.

 

Dazu entschied ich mich zusammen mit den Auftraggebern für eine Palisade aus einheimischen Robinienholz aus der Uckermark.

Das Besondere an dem Holz ist die lange Beständigkeit auch unbehandelt (7-10 Jahre) und die markante und individuelle Optik jedes einzelnen Stammstückes.

 

Der Kostenfaktor verhält sich bei dieser Materialwahl positiv auf die gesamten Projektkosten im Vergleich zum Holz mit Kesseldruckimprägnierung aus dem Baumarkt. Nachdem die Robinenstämme ihren Zweck erfüllt haben, können sie ohne Probleme  verbrannt werden und müssen nicht als gesonderter Müll entsorgt werden.

 

Somit wurde mit einfachen Mitteln und relativ wenig Aufwand ein naturnahes Element in den Garten integriert und macht die Ecke unter der Ficht um einiges interessanter.

 

unbehandelte robinienpalisade

 

 

 

Wie im letzten Sommer auch, konnten wir in Falkensee endlich wieder unserer Kreativität freien Lauf lassen.

Der dortige Paradiesgarten konnte weiter verfeinert werden mit sinnvollen Elementen der Permakultur. In diesem Jahr wurde ein Kraterbeet mit sehr speziellen klimatischen Eigenschaften realisiert, sowie eine Trockenmauer in / auf einem verwilderten Beetbereich.

 

 

Alle Bauwerke werden wie üblich mit "exotischen" einheimischen und essbaren Wildpflanzen bestückt, um den Speiseplan vielseitig zu füllen. Unter anderem Ochsenzunge, Moschus - Malve und Ochsenzunge zieren nun die neue steinerne Landschaft an der Hauswand und vor dem Gewächshaus.

 

Ein vollkommen gelungenes Sommerprojekt.

 

kraterbeet & trockenmauern

 

 

Im Juni beischtigte ich das zu beplanende Grundstück in der Schweiz.

 

Vorzufinden war eine Baustelle mit einem hinter dem Haus liegenden Garten, welcher ohne Eingriffe über die Jahre gedeihen konnte und eher einem Wald glich.

 

Zwar gab es wünsche der Auftraggeber, dennoch war ich in der Gesatltung sehr frei und konnte enorm viele Elemente einziehen lassen, wie z.Bsp. einen Beerengarten, Kiesgarten, Trockenmauern als Hochbeete uvm.. Die Planung nahm dennoch enorm viel Zeit für Überlegungen udn Optimierungen in Anspruch, doch mit dem Resultat bin ich persönlich am Ende sehr zufrieden.

 

Bisher ist dies meine größte und am weitesten entfernte Konzepterstellung und zudem in der Schweiz, wo die Permakultur schon heute auf einem nicht wirklich mit Deutschland vergleichbarem Niveau Anwendung findet.

 

Somit bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal für die großartige Chance und Gelegenheit für mich.

konzeption füllinsdorf / schweiz

 

 

Über das Internet fragte eine junge Dame aus Spandau an, ob ich ihr Unterstützung für ein Gemeinschaftsgartenprojekt geben kann.

 

Ohne länger darüber nachzudenken, entschloss ich mich zur Zusammenarbeit.

 

Beginnen sollte eigentlich alles auf einer ganz anderen Fläche in einem ganz anderem Innenhof, doch Variante #2 war für alle Ideen und Möglichkeiten viel ansprechender.

 

Zwischen Mai und Juli entstanden die ersten  Planungen und es gab diverse Treffen, auf welchen die Ideen diskutiert wurden, denn neben mir und Jennifer, war auch die Hausverwaltung involviert. Somit mussten die Interessen sämtlicher Beteiligter (inkl. Bewohner) in die Gesamtplanung einzug finden.

 

Nachdem dieser Schritt vollbracht war, konnte Anfang Oktober endlich der erste Spatenstich erfolgen. Elemente wie Terrassenbeete, Halbmondbeete und ein Verschönerung einer Betonmauer wurden binnen 2 Tagen realsiert.

 

Hilfe gab es von den Bewohnern und den "stinknormalen Superhelden - nochmal ein dickes Danke an alle helfenden Hände.

gemeinschaftsgarten berlin - spandau

 

 

Nachdem ich Anfang des Jahres bereits für die "Helle Oase" Workshops gehalten hatte, entschied sich die Projektinitiatorin für das Anlegen der Streuobstwiese mit meiner Unterstützung.

 

Lange hatte ich mich darauf gefreut, denn der Termin stand seit dem Sommer fest.

 

Somit orderte ich Maschinen, Boden und Pflanzen und schon konnte es los gehen.

 

Da es ein Gemeinschaftsgarten ist, gab es natürlich auch Support von den Anwohnern, den Baumpaten, denn jeder Baum bekam einen Paten und sogar von der Politik.

 

Während des Vormittags wurde eine Auszeichnung an das Projekt verliehen, ich saß die meiste Zeit im Bagger, um die Pflanzlöcher herzustellen. Erst am Abend bekam ich doch noch die Gelegenheit, den letzten zu pflanzenden Baum in den Boden zu bringen.

 

Eines meiner persönlich am schönsten empfundenen Projekte, an welchem ich die Aufsichtsführende Person während der Arbeiten spielen konnte.

Am Abend konnte ich sehr gut und schnell schlafen.

baumpflanzaktion für "helle oase" berlin